Henschel 126 B-1

Die Hs 126 endstand 1937 als aerodynamisch verbessertes Modell der Hs 122. Sie war als Nahaufklärer mit zwei Mann Besatzung ausgelegt. Der Prototyp V-1 war noch mit einem Rolls-Royce "Kestrel" mit 580 PS Startleistung ausgerüstet. Viele Prototypen der deutschen Vorkriegsgeschichte waren mit ausländischen Triebwerken ausgerüstet, weil die deutsche Industrie noch dem weltweiten Entwicklungsvorsprung in der Motorenentwicklung, bedingt durch die Vesailler Beschränkungen, hinterhinkte.
Die Hs 126 V-3 hatte schließlich die endültige Serienform erreicht und bekam den 830 PS starken BMW Bramo 323, sowie ein starr nach vorne schießendes MG 17, ein laffetiertes MG 15 für den Funker/Beobachter, Reihenbildgerät, Handkamera und FT.
Wie viele Flugzeuge zu Beginn des Krieges schien sie ein sehr gutes und modernes Flugzeug zu sein, wurde aber nach und nach "Mädchen für alles".
Im Südostraum Europas wurde sie noch bis 1944 als Schlepper für DFS 230 Lastensegler, Verbindungsflugzeug und zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Als Frontflugzeug wurde es aber ab 1941 fast vollständig von der Focke Wulf 189 abglöst.
Es wurden bis zum Produktionsende 1941 über 550 Maschinen gebaut.
Zum Modell:
Mein allererstes Vacu-Modell war eine Bv 141 in 1:48, die ich in jungen Jahren zu bauen versuchte und anschließend frustiert für immer beiseite legte.
Als mir dann diese Hs 126 über zehn Jahre später in die Hände fiel, war ich erst sehr skeptisch, ob ich mir das wirklich antun sollte. Mittlerweile hatte ich aber viel mehr Erfahrung im Modellbau, und außerdem ist die Hs 126 strukturell gesehen deulich einfacher zu bauen, als das doch sehr komplizierte, fast vollverglaste, Cockpit der Bv 141.
Tipps zum Vacu-Modellbau aus dem Internet trugen weiter dazu bei, mir den Mut zu geben, dieses Modell zu bauen. Hinzu kommt, das mir kein anderer Hersteller(Spritzguß) dieses Flugzeuges in 1:48 bekannt ist.
Die Inneneinrichtung muss komplett selber hergestellt werden. Meine einzigen Anhaltspunkte waren eine Risszeichnung und ein paar dürftige Bilder aus Internet und Büchern.
Ich weiß, das ich noch einiges falsch angegangen habe, wie zum Beispiel auf die Profiltiefe der Tragflächen zu achten, die Dicke der Steuerflächen und was einige Kleinigkeiten angeht.
Es war auch das erste Mal, das ich das sogenannte Pre-shadowing angewendet habe. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und habe dieses Verfahren übernommen.
Es lagen keine Abziebilder bei.
Vom Bausatz selbst habe ich folgende Teile übernommen:
-die Rumpfhälften (2 Teile),
-die Motorenverkleidung (3 Teile)
-die Tragflächen (2 Teile)
-die Steuerflächen (2 Teile)
-Fahrwerksbeinverkleidung (4 Teile)
-die Cockpitverglasung (1 Teil)
der Rest ist von mir komplett selber angefertigt worden.
Ich finde, es ist mir recht gut gelungen und das fertige Flugzeug kann sich sehen lassen.
Das Modell ist in Wintertarnung und stellt eine Maschine der Aufklärung Gr. 32 Ostfont 1941 (V7+1K) dar.
HIER MEINE FOTOS:






