Dornier Do 17 M/P

Dornier Do 17 M/P
Do 17 "Fliegender Bleistift"

Die Do 17 erregte bei ihrem ersten öffentlichen
Auftreten im Juli 1937 bei dem internationalen Flugtreffen in Zürich spektakuläres Aufsehen.
Mit einer Geschwindigkeit von über 400 K/mh war der Bomber schneller als alle damals im Dienst stehenden Jagdflugzeuge auf der Welt.
Bereits 1933 hatte Dornier dem RLM einen Entwurf für ein Schnellverkehrsflugzeug vorgelegt, welches aber auch als "Lastenflugzeug"(Bomber) eingesetzt werden konnte. Deutschland unterlag zu diesem Zeitpunkt noch den Bedingungen des Versailler Vertrages und durfte keine militärischen Projekte verwirklichen. So kam es, das die neuen Entwicklungen alle für angeblich rein zivile Zwecke waren.
Die Do 17 V-1 flog zum ersten mal am 23. November 1934. Nach Versuchen mit unterschiedlichen Motorenkonzepten (Reihen-/Sternmotoren) wurde aus der Rekordmaschine von Zürich (D-AELE) die erste Serienmaschine Do 17 M mit 1000 kg Bombenzuladung 2x15mm Mg15 und 365 K/mh Spitzengeschwindigkeit.

Ein großer Nachteil dieses Flugzeuges war die zu schwache Abwehrbewaffnung. Hatte man anfangs aufgrund der hohen Geschwindigkeit noch geglaubt, auf jeglicher Defensivbewaffnung verzichten zu können, zeigte sich im Verlaufe des Krieges, das dieses Problem nie endgültig zufriedenstellend gelöst werden konnte.
Trotzdem wurde die Do 17 zu einem der populärsten und zuverlässigsten Bomber der Blitzkriege.
Die Produktion der zuletzt Do 17 Z lief im Jahre 1940 aus. Sie wurde von der moderneren Do 217 abgelöst.

Zum Modell:

Wer die Canadische Firma Hobbycraft kennt, bekommt mit diesem Modell genau das, was er erwartet.
Die Bauanleitung ist mäßig und lässt oft nur erahnen, wo was hingehört. Erleichternd kommt hier zum Tragen, das dieses Modell nicht sehr viele Teile enthält, womit Verwechselungen fast ausgeschlossen sind.
Das Cockpit z.B. besteht aus 8 Teilen ! Insgesamt hat das Modell weniger als 80 Teile, für ein Modell dieser Größe sehr dürftig (Spannweite ca. 45 cm).
Die Passgenauigkeit dagegen ist gut und die Gravuren (zu) tief versenkt. Um aus dem Modell etwas Sehenswertes zu machen, sollte man sich mit zusätzlichem Bildmaterial versorgen. Der genaueren Detailierung sind dann fast keine Grenzen gesetzt.
Ich habe mich ein bischen am Fahrwerk zu schaffen gemacht und das Cockpit aufgrund fehlenden Bildmaterials und Infos so gelassen wie es ist.
Das Modell hat bei mir zugegebenermaßen jahrelang in unfertigem Zustand im Keller gelegen, bis ich wieder darauf aufmerksam wurde.
Der Modellbauhändler meines Vertrauens, bei dem ich immer mal wieder einige Modelle in seine Ladenvitrine stelle, berichtet mir von den vielen positiven Reaktionen auf meine Do 17, die anscheinend noch in weiteren Keller in unvollendetem Zustand ein traugiges und frustierendes Dasein fristet.
Der Decalbogen ist ebenfalls sehr übersichtlich aber gut und lässt eine "interssante" bulgarische Version zu.

Es lassen sich folgende Versionen bauen:

-Do 17 P-1, Deutschland, 3(F) 22, 1940 (Fotoaufklärer) )(4N+HL)
-D0 17 M-1, Bularien, 1944 (GBxG)

Ich habe mich bei meinem Modell für die Aufklärerversion entschieden (RLM 70/71/65) , auch wenn es mir schwerfiel, entsprechende Informationen über die Anordnug der beiden Kameras zu gekommen.
Abschließend kann ich nur sagen; wer dieses formschöne Modell in 1:48 in seine Sammlung aufnehmen möchte, wird um diesen Bausatz nicht herumkommen. Mit einigem Aufwand lässt sich auch was daraus machen. Seht selbst.

HIER MEINE FOTOS: