Focke Wulf FW 190A-3

Focke Wulf FW 190A-3
Über die Geschichte dieses Flugzeuges ist schon oft und viel geschrieben worden, unter anderem von mir.

Ich verweise deshalb in Bezug auf die Geschichte dieses legendären Flugzeuges (Hier klicken) auf einen älteren Bericht von mir.


Ich komme in diesem Fall gleich...




zum Modell:

Der Tamiya-Bausatz Focke Wulf FW 190 A-3 ist in der Passgenauigkeit nicht zu toppen. Ich kann mich nicht daran errinnern, gespachtelt zu haben. Das kann aber auch daher kommen, das dieses Modell eines meiner ersten in 1:48 war und schon ca. 20 Jahre alt ist.

Die Gravuren sind etwas tief, aber ansonsten sehr gut. Ich habe bei diesem Modell damals zum ersten mal die Gravuren wegen der Tiefenwirkung mit hochverdünnter Ölfarbe betont. Von daher betrachtet, kamen mir die zu tiefen Gravuren sehr entgegen. Diese Technik funktioniert einfacher bei tiefen Rillen und sie sind für Anfänger zum Üben besser geeignet.

Das Cockpit und alle sichtbaren Schächte und Öffnungen sind ausreichend detailliert. Besonders schön ist der seperate Motor, der allerdings durch das Kühlerrad nachher kaum noch zu sehen ist.
Die Bauanleitung ist sehr gut. Sie beinhaltet neben genauen Bemalungshinweisen während des Zusammenbaus, auch sehr nützliche Tipps in drei Sprachen. Außerdem werden einige Details in gesonderten Darstellungen beschrieben.
Die Farben sind leider nur in den Tamiya-Nummern angegeben. Sie lassen sich aber mit bekannten Tabellen leicht "übersetzen".

Die Decals sind in der Quantität nicht zu beanstanden, bei der Qualität aber kann Tamiya noch etwas verbessern. Der Aufdruck ist spitze, aber der Trägerfilm ist viel zu dick.

Es lassen sich folgende Maschinen bauen:

-Focke Wulf FW 190 A-3, 8./JG 2
-Focke Wulf FW 190 A-3, III./JG 2, "Hauptmann Hans Hahn"
-Focke Wulf FW 190 A-3, Stab./JG 26, "Hauptmann Wilhelm Gath"

Dem Bausatz liegt eine brauchbare, maßstabsgetreue Vier-Seitenansicht für das Tarnschema bei.

Die Anbringung des Fahrwerks in der korrekten Stellung ist bei vielen Modellen dieses Flugzeuges ein Problem. In diesem Fall ist zwar eine sehr gute Extrazeichnung in der Bauanleitung vorhanden, leider aber nur in der Frontansicht und nicht in der viel wichtigeren Seitenansicht. Hier werden die meisten Fehler gemacht. Meistens sind die Winkel der Fahrwerksbeine zu spitz. Sie müssen in einem Winkel von 30° zum Boden nach vorne geneigt werden(Flugzeug steht dabei auf allen drei Rädern). Ansonsten war der Zusammenbau sehr einfach und unkompliziert.

Fazit:

Ein guter Bausatz, der hauptsächlich durch seine Passgenauigkeit punktet, mit kleinen Abstrichen bei den Decals. Trotzdem sehr zu empfehlen!

HIER MEINE FOTOS: