Messerschmitt Me 410

Messerschmitt Me 410
Bereits im Jahre 1938 wurde mit der Weiterentwicklung der bewährten Me 110 begonnen, um ihre Flugeigenschaften unter voller Sturzflugtauglichkeit zu erhöhen. Die daraus enstandene Me 210 war in Wirlichkeit jedoch eine völlige Neukonstruktion unter Beibehaltung des Grungkonzeptes der Me 110. Die Maschine konnte aber die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Es sind etwa nur 350 Stück produziert worden.

Nach neuerlicher Umkonstruktion der Vorflügel, des Leitwerkes und unter Verwendung des ca. 400 PS stärkeren Db 603 A Triebwerkes, wurde die Produktion unter der Bezeichnung Me 410 wieder aufgenommen. Obwohl es sich in Bezug auf die Zelle fast um die identische Maschine handelte, war diese Umbenennung sinnvoll, um sie deutlich von ihrem erfolglosen Vorgänger abzugrenzen.

Die Me 410 A-Reihe war als Bomber und Jagdbomber ausgelegt, wurde später auch für den Jagdeinsatz umgerüstet. Sie konnte bis zu 1000 Kg im internen Bombenraum mitführen. Die Bewaffnung bestand aus zwei 7,9mm MG 17 und zwei 20mm MG 151/20 starr nach vorne schießend.
Eine Besonderheit waren die beiden 13mm MG 131 an den Seitenwänden, ungefähr in der Flugzeugmitte.
Sie wurden von dem Beobachter ferngesteuert und deckten das Schußfeld nach Hinten und den Seiten ab.

Für die Jagdversionen Me 410 B wurden im Bombenraum zwei zusätzliche MG 151/20 eingebaut. Außerdem konnten verschiedene Rüstsätze die Feuerkraft dieser Maschine noch deutlich erhöhen.
Das hier gezeigte Version B-2 hatte zwei MG 131 und sechs MG 151/20 starr nach vorne feuernd, sowie die beiden ferngesteuerten MG 131 als Abwehrbewaffnung.

Zwischen 1943 und 1944 sind noch ca. 1000 Exemplare der Me 410 aller Versionen ausgeliefert worden, darunter auch ca. 100 Aufklärer mit im Bombenraum untergebrachter Kameraausrüstung.
Ebenfalls wurden verschiedene Ausführungen mit dem W.Gr 21 Raketenwerfer getestet.

Zum Modell:


Der Bausatz Messerschmitt Me 420 B-2 lässt kaum einen Wunsch offen. Die Gravuren sind ebenso wie die Passgenauigkeit sehr gut. Das Cockpit ist eine Augenweide und brauch keine weitere Detaillierung.
Die Decals sind sehr gut und sehr umfangreich.

Es lassen sich folgende Versionen bauen:

-Me 410 B-2/R4, II./ZG 76, Malacky, Slowakei, September 1944
-Me 410 B-2/R4, Stab I./ZG 26 "Holzschuh", Faßberg, April 1944
-Me 410 B-2/R4, KG 51 (Jagd), Reichsverteidigung, August 1944

In den letzten Jahren ist Revell endlich dazu übergegangen, ihre Farben auch in RLM-Nummern anzugeben. Meine Modell hat die für Jäger typische Tarnung in RLM 76/74/75 bekommen, wie sie in der Bauanleitung auch korrekt angegeben wird. Das Flugzeug wurde komplett aus dem Karton gebaut, es gab nicht ein Teil zu beanstanden. Es blieben sogar noch ein Paar sehr interessante Teile für die Grabbelkiste über.

Fazit:
Ein super Bausatz, sehr zu empfehlen!

HIER MEINE FOTOS: