Focke Wulf Ta 154

Focke Wulf Ta 154
Die Luftwaffe forderte 1942 schon lange ein Flugzeug, das der britischen Mosquito ebenbürtig oder gar überlegen war. Die Mosquito konnte zu dieser Zeit aufgrund ihrer überlegenen Geschwindigkeit, relativ ungefährdet über Deutschland als Pfadfinder und Aufklärer agieren.

Die FW Ta 154 wurde aus diesem Grund, wie sein Gegenstück auch, fast vollkommen aus Holz gefertigt.
Das sparte Gewicht und kam der angespannten Rohstofflage in Deutschland sehr entgegen.
Das RLM entschied sich nach mehreren Vorschlägen für eine zweisitzige Nachtjagdversion mit Radar.

Die Maschine wurde von zwei Junkers Jumo 211F mit 1340 PS angetrieben und erreichte vollausgerüstet eine Höchstgeschwindigkeit von 620 K/mh.
Die Bewaffnung bestand aus zwei MG 151 20mm und zwei MK 108 30mm. Zusätzlich waren noch zwei MK 108 als schräge Musik in Planung(70° schräg nach oben feuernd).

Es ergaben sich bei der Vorserienproduktion jedoch schwerwiegende Probleme bei der Verträglichkeit des Leimes mit dem Holz. Trotdem erfolgte schon 11 Monate nach Auftragserteilung am 7. Juli 1943 der Erstflug.
Ein Jahr später lief die Produktion der A-0 Vorserie an.
Wenig später wurde das klomplette Projekt vom RLM gestrichen, um sich voll auf das Jägernotprogramm konzentrieren zu können.

Insgesamt sind wohl nich mehr als 30 Maschinen gebaut worden, von denen die meisten zu Erprobungszwecken dienten. Weniger als 10 Maschinen wurden noch an die Truppe, den Stab III./NJG 3, ausgeliefert.

Zum Modell:

Der Bausatz Focke Wulf Ta 154 dieser selten Maschine von Revell ist in guter Qualität. Die Gravuren sind sehr fein und die Passgenauigkeit ist in Ordnung. Die Bauanleitung ist sehr übersichtlich und sogar die Farbangaben sind ausnahmsweise brauchbar.
Der Decalbogen ist nicht sehr umfangreich, aber ausreichend und von sehr guter Qualität.

Er lässt den Bau von nur einer Version zu:

-Focke Wulf Ta 154 A-0 (V15), Werk-Nr.120005 Erprobungsträger für FuG 220 Lichtenstein, Hannover-Langenhagen 1944


Beim Bau ist darauf zu achten, das die Tragflächen sich beim Zusammenkleben leicht verziehen können und dann "durchhängen". Die Bauanleitung gibt an, 50 Gramm Gewicht in jede Motorgondel einzubringen, um das Bugfahrwerk nicht in der Luft hängen zu lassen. Ich habe hierfür auf der einen Seite mehrere Zwei-centstücke und auf der anderen Seite Zwei-Pfennigmünzen genommen. Die passten hervorragend und waren schwer genug.

Einen groben Fehler muss ich allerdings noch ansprechen. Will man die kleine, abgeteilte Cockpithaube des hinteren Sitzes in geöffneter Stellung darstellen, ist eines zu beachten. Die Cockpithaube ist nicht so breit, wie auf dem Foto auf der Bauanleitung zu sehen ist.
Hier wurde praktisch der Rahmen der Haube mit Teilen der Tragflächenkonstruktion aufgeklappt. Tatsächlich klappte nur der mittlere Teil mit den drei Fenstern und der, sie direkt umgebebenden Rahmen, hoch. Man muss also rechts und links vom Glasteil ca. 5 mm abtrennen(den matten Bereich).

Fazit:

Ein toller Bausatz dieses formschönen Flugzeuges, für den es auch diverse Detailbausätze gibt.
Sehr empfehlenswert!



HIER MEINE FOTOS: