Heinkel He 111 P-2

Es enstand ein zweimotoriger Tiefdecker in Ganzmetall mit einem tropfenförmigen Rumpf, elliptischen Tragflächen- und Leitwerksumrissen, Einziehfahrwerk und völlig glatter Oberfläche.
Die Maschine erweckte von Anfang an das Interesse des Reichsluftfahrtministerium(RLM). Dieses frühe Interesse des RLM war verantwortlich dafür, das die He 111 zum Standard-Horzontalbomber der Luftwaffe werden sollte.
Schon bei den ersten Prototypen war praktisch abwechselnd eine Maschine Zivil- und die nächste eine Militärversion.
Als erste Einheit wurde ab Anfang 1937 das KG 154 mit der He 111 ausgerüstet.
Im Rahmen des K/88 der Legion Condor, nahmen 30 Maschinen des Typs He 111 B-1 am Spanischen Bürgerkrieg teil und sammelten wichtige Einsatzerfahrungen.
Zu Beginn des 2.Weltkrieges waren zwei Drittel aller Kampfverbände mit der He 111 ausgerüstet.
Die He 111 konnte je nach Reichweite eine Bombenlast von bis zu 3000 kg (Überlast) mitführen und war mit 3, später mit bis zu 7 MG´s verschiedener Kaliber als Abwehrbewaffnung ausgerüstet. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 435 k/mh und die maximale Reichweite bertrug ca. 1900 km.
In den ersten Kriegsjahren konnte die He 111 die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Der Bomber war bei seiner Indienststellung sogar allen gegenerischen Jägern in Bezug auf die Geschwindigkeit überlegen.
Während der Luftschlacht über England wurden der He 111 aber ihre Grenzen aufgezeigt. Die Abwehrbewaffnung erwies sich als nicht ausreichend gegen die schnellerer Spitfire und Hurricane.
Ab dem Jahre 1941 wurde die He 111 nur noch als Nachtbomber und verschiedenste Verwendungzwecke eingesetzt (Versorgung, Schlepp, Fallschirmspringer etc.) . Sie bewährte sich in diesen nicht mehr so offensiven Rollen jedoch bis 1945. Die Produktion lief bis 1944. In über 40 Versionen sind ca. 6000 Maschinen ausgeliefert worden, unter anderem nach Rumänien, Slowakei, Spanien, China und in die Türkei.
Zum Modell:
Der Bausatz He 111 H-4/H-6 von Revell in 1:48 ist eine reine Augenweide.
Für ein Modell dieser Größe ist die Paßgenauigkeit sehr gut. Viel Spachtelarbeit waren nicht nötig. Die Gravuren sind gut und fein. Das gut einsehbare Cockpit, die Fahrwerkschächte und
der Innenraum sind sehr gut detailiiert.
Die Bauanleitung ist gut und ausreichend bebildert. Den Farbangaben würde ich aber nicht vertrauen, aber das mit den Farben ist ja sowieso ein Thema für sich.
Der Bausatz lässt den Bau von zwei Versionen zu:
-He 111 H-6, KG 54, Totenkopfgeschwader
-He 111 H-4, KG 26, Löwengeschwader
Ich habe das Modell so aus dem Karton gebaut. Die einzigen Ergänzungen die ich vorgenommen habe, sind ein Hülsenauswurfschlauch für das Bug-MG und Ätzteil-Visiere von Verlinden für alle MG´s.
Außerdem habe ich die H-Version in einen
Nachtbomber der Serie P-2 verwandelt (KG 55, Einsatz gegen England von Dreux, Chartres und Villacoublay).
Auf dem letzten Bild der Galerie ist zu sehen, wie ich dieses außergewöhnliche Tarnmuster erstellt habe. Mit Hilfe von flüssigem Humbrol-Maskol habe ich das Muster auf die schwarze Grundierung "aufgepinselt". Nach der Lackierung mit RLM 75 ließ sich die Abdeckung der Oberfläche leicht "herunterreiben" und das Ergebnis war dieses tolle Tarnmuster.
Fazit:
Der Bausatz lässt noch viel Spielraum für zusätzliche Details. Den Innenraum hinter dem Bombenschacht zum Beispiel und das Cockpit sind noch ausbaufähig. Mir persönlich hat dieser Bausatz eine Menge Freude bereitet und ich kann nur sagen:
Sehr empfehlenswert!
HIER MEINE FOTOS:






