Focke Wulf FW 190 D

Focke Wulf FW 190 D
Hier seht Ihr das Ergebniss meines Bauberichtes (siehe Rubrik Themen), über die Focke Wulf 190 D-9 und D-11.

Weiter unten sind eine Menge Fotos der beiden Maschinen.


Vorher gebe ich noch einen Einblick in die Geschichte dieses legendären Jagdflugzeuges, das ohne Zweifel zu den besten Jagdflugzeugen des Zweiten Weltkrieges zählte.


Geschichte:

Die Focke Wulf 190 war das Ergebnis des Auftrages des Reichsluftfahrtministeriums von 1937, ein Jagdflugzeug als Ergänzung zur Me 109 zu entwickeln.

Der Konstrukteur Kurt Tank entwarf ein Flugzeug mit Sternmotor in Ganzmetallbauweise. Durch diese Motorform bekam der Rumpf einen sehr großen Querschnitt, was das Flugzeug auf den ersten Blick kaum konkurenzfähig aussehen ließ.
Die ersten Kampfeinsätze zu Beginn des Jahres 1941 über dem englischen Kanal zeigten jedoch sehr bald, das die Focke Wulf der schlanken, schnellen Spitfire V in fast allen Bereichen überlegen war.

Mit ein Grund hierfür war auch die starke Bewaffnung der FW 190.
Die ersten Versionen waren mit zwei MG/FF 20mm Kanonen und zwei bis vier MG 7,92mm ausgestattet.

Die späteren Versionen hatten standardmäßig vier 20mm Kanonen in den Tragflächen und zwei MG 17 7,92mm oder MG 131/13mm auf dem Rumpf.
Es gab jedoch ein Vielzahl von Rüstsätzen, so wie Raketenwerfer W/Gr. 21 , ETC´s für Zusatztanks und Bomben von bis zu 1800 Kg, Torpedos und verschiedene Behälter mit den unterschiedlichsten Waffenanordnungen.
Der am stärksten bewaffnete Einsitzer des 2.Weltkrieges war deshalb auch eine Version der Focke Wulf.
Die FW 190 A6/R6 hatte vier 30mm Kanonen in Gondeln unter den Tragfächen neben den standardmäßigen zwei MG 17 und vier MG 151/20.
Mit dem Eintreffen der Spitfire Mk IX im Jahre 1943 bei den britischen Einheiten, wurde deutlich, das auch die FW 190 stärkere Motoren braucht.

Versuche mit dem weiterentwickelten BMW 801 D-2 Triebwerk und einer Druckkabine waren nicht von Erfolg gekrönt. Man entschloss sich den Junkers Jumo213 A-1 einzubauen, der bereits erfolgreich in der Ju 88 eingesetzt worden war.
Dieser Reihenmotor hatte einen Ringkühler und erforderte eine Verlängerung des Motorraumes, was wiederum eine Verlängerung des Heck´s notwendig machte.

Die Focke Wulf FW 190 D, von den Piloten "Dora" genannt, zeigte sich wieder als absolut gleichwertig oder sogar überlegen. In den letzten Kriegsmonaten wurde noch fast alle Jagdgeschwader mit der FW 190 "Dora" ausgerüstet.
Das Hauptproblem zu Ende des Krieges waren nicht zu wenige Flugzeuge, sondern der Mangel an Treibstoff und gut ausgebildeten Piloten.


Zu den Modellen:

Die FW 190 D-9 ist von Italeri und die FW 190 D-11 von Revell.

Beide Bausätze stammen aus der gleichen Form und unterscheiden sich vom Spritzgußrahmen her, nur in ein paar kleinen Details.
Die Qualität der Bauteile ist sehr gut. Das notwendige Entgraten der Einzelteile hält sich im Rahmen.

Die Passgenauigkeit ist sehr hoch, Spachtelarbeiten waren kaum notwendig und es gab keine Komplikationen.

Die Bauanleitungen sind sehr gut und übersichtlich.

Ein Problem bei den meisten FW 190 D - Bausätzten ist, das der Motor im Fahrwerkschacht fast immer in abgedeckten Zustand, wie bei den Vorgängerversionen üblich, dargestellt wird.
Es gibt verschiedene Bausätze zu kaufen, um hier Abhilfe zu schaffen. Ich habe mich aber entschlossen das Geld zu sparen und habe die Motoren selbst angefertigt und sichtbar dargestellt.

Die Bausätze sind mit guten Decalbögen ausgestattet. Der von Revell ist aber deutlich umfangreicher.

Es lassen sich folgende Versionen bauen:

Focke Wulf von Italeri:

-FW 190 D-9 11./JG 54 Deutschland, 1945
-FW 190 D-9 Bad Wörishofen, Deutschland, 1945

Focke Wulf von Revell:

-FW 190 D-11 Stab/Verbandführerschule des
Generals der Jagdflieger, Bad Wörishofen
-FW 190 D-11 Platzschutzstaffel JV 44, München
Riem, 1945

Die D-9 habe ich als Maschine des Jg 26 dargestellt. Bei der D-11 habe ich mich an die Bauanleitung gehalten und die Maschine des Stabes Vebandsführer des G. der Jagdflieger gewählt.

Die beiden "Dora´s" wurden in einer Kleinserie zusammengebaut, so das jeder Schritt gleich doppelt gemacht wurde. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe über 300 Fotos während der Bauphasen gemacht. Die besten Fotos und passende Beschreibungen der Arbeitsschritte könnt Ihr in meinem Baubericht über die beiden Focke Wulf´s sehen.

Fazit:

Abgesehen von der unkorrekten Motorabdeckung im Fahrwerkschacht, den aber fast alle "Dora"-Bausätzte haben, sind die Bausätze beide sehr gut. Außerdem sind sie preiswerter als vergleichbare Bausätze von z.B. Trimaster oder Dragon. Sehr empfehlenswert!


HIER MEINE FOTOS: