Messerschmitt Me 262

Messerschmitt Me 262
Die Me 262 war der erste in Serie gebaute Düsenjäger der Welt.

Den Erstflug mit Strahltriebwerken absolvierte Fritz Wendel am 18. Juli 1942 mit der Me 262 V3.
Der Jäger war ca. 200 kmh schneller als alle herkömmlichen Flugzeuge mit Kolbenantrieb.

Entwicklungsprobleme, die andauernden Bombardierungen der Flugzeugindustrie und die konservative Führung der Luftwaffe, führten jedoch zu erheblichen Verzögerungen.
Erst im Januar 1944 konnte mit zwei Jahren Verzögerung die Serienproduktion anlaufen, aber Adolf Hitler beharrte darauf, das das Flugzeug hauptsächlich als Kampfbomber eingesetzt werden sollte.


Dem persönlichen Einsatz von Adolf Galland, der schon zu Lebzeiten ein Fliegerlegende war, ist es zu verdanken, das mit einigen Me 262 ein Jagdverband gebildet wurde.
Unter der Leitung von Major Nowotny (258 Luftsiege) wurden von Achmer bei Osnabrück(zufällig meine Heimatstadt) Einsätze gegen die einfliegenden alliierten Bomberströme geflogen.
Bis Ende des Jahres 1944 sind insgesamt 568 Maschinen produziert worden, die jedoch zum großen Teil als "Blitzbomber" an die Kampfgeschwader KG 51, KG 6, KG 27 und KG 54 ausgeliefert wurden.

Das Erprobungskommando von Major Nowotny verfügte nur über eine kleine Anzahl von Maschinen, trozdem stiegen die alliierten Bomberverluste so stark an, das deren Oberkommandierende sich besorgt an Wahington wandte. Er meldete, das die tödlichen deutschen Düsenjäger die alliierten Verluste bei ihren Bombenangriffen in unmittelbarer Zukunft untragbar machen könnten.

Trotz der Erfolge wurden erst Anfang 1945 zwei Jagdeinheiten, der JV 44 unter Adolf Galland und das JG 7 unter Oberst Steinhoff, offiziell gebildet. Ergänzend spielten noch das I. und II. /KG (J)54
und das III./KG (J) 6 eine Rolle im Einsatz.
Die Messerschmitt ging jedoch nicht immer als Sieger hervor. Das lag hauptsächlich daran, das die Alliierten dazu übergegangen waren, die Me 262 beim Start im Tiefflug anzugreifen. Es dauerte eine ganze Zeit, bis die Jumo 004 Strahlturbinen das Flugzeug auf Geschwindigkeit brachten, so das sie in dieser Phase am verwundbarsten waren.
Es wurde darauf hin die so genannte "Papageienstaffel"(JV 44), die hauptsächlich mit FW 190 D ausgerüstet war, zum Schutz der startenen und landenen Düsenjäger abkommandiert.

Bis zum Ende des Krieges wurden 1433 Me 262 produziert. Die meisten von ihnen kamen aber nicht mehr zum Einsatz. Der Treibstoffmangel, die zerstörte Infrastruktur und die allgemeine Kriegslage führten dazu, das den Alliierten bei ihrem Vormarsch massenhaft fabikneue, getarnt abstellte Me 262 in die Hände fielen.

Nach Untersuchung der Maschinen nach dem Krieg, mussten die alliierten Konstrukteure zugeben, das die Me 262 in Bezug auf Flug- ind Triebwerk (gepfeilte Tragflächen), ihren eigenen Entwicklungen um Jahre vorraus war.


Zum Modell:

Der Bausatz Revell-Bausatz "Me 262 A-1a/Nightfighter" ist in gewohnter Qualität, mit fein versenkten Gravuren. Besonderer Höhepunkt sind die Reifen aus echtem Gummi mit erhabenen Schriftzug von Continental und sehr feinem Profil!! Die Bugnase lässt sich in geöffneter Stellung bauen und gibt den Blick auf die vier mächtigen MK 108 30mm Kanonen frei.

Die Bauanleitung ist wie bei Revell üblich ausreichend bebildert und lässt keine Fragen offen.
Die Decals sind sehr gut, obwohl ich die vorgesehene Verwendung von Abziehbidern als Anschnallgurte doch etwas fragwürdig finde.

Der Bausatz lässt die Darstellung von zwei Versionen zu:

-Me 262 A-1a, III.KG (I) 54, Erding, München, April 1945, Pilot: Oberfeldwebel Gentzch
-Me 262 A-1a V 056, Lager Lechfeld, 1945

Der Zusammenbau gestalltete sich recht problemlos. Beim Zusammenkleben der Tragflächen ist darauf zu achten, das sie sich nicht verziehen. Ansonsten hängen die Tragfächenenden nacher herunter.
Die Passgenauigkeit könnte besser sein. Besonders im Bereich der Triebwerksgondeln und hinter dem Bugfahrwerkschacht waren ausgiebige Spachtel- und Schleifarbeiten von Nöten.
Bis auf ein paar zusätzlich verlegte Kabel und einer Sauerstoffflasche im Hauptfahrwerkschacht, die aus einem alten Widerstand hergestellt wurde,
habe ich das Modell aus dem Karton gebaut.

Es ist auch eine Vielfalt an Zubehör vorhanden, wie Radar, Bomben, Zusatztanks,
R4M-Raketen und Wgr21 Raketenwerfer.

Bei der Lackierung meines Modells habe ich mich für keine bestimmte Maschine entschieden.
Ich habe ein Tarnung aus RLM 76/81/82 gewählt und eine gelbe 4 des I./KG 54 darraus gemacht.

Fazit:

Der Bausatz ist wegen der doch ausgiebigen Spachtel- und daraus resultierenden Gravurarbeiten, nichts für absolute Anfänger. Ein Fortgeschrittener wird aber, aufgrund der Fülle an Details, seinen Freude daran haben. Sehr teuer ist der Bausatz auch nicht. Ich habe damals bei Horten im Sonderangebot nur 10 DM bezahlt und auch bei ebay habe ich ihn für unter 10 Euro gesehen.
Empfehlenswert.


HIER MEINE FOTOS: